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NOTE: CentOS Enterprise Linux is built from the Red Hat Enterprise Linux source code. Other than logo and name changes CentOS Enterprise Linux is compatible with the equivalent Red Hat version. This document applies equally to both Red Hat and CentOS Enterprise Linux.
Linuxtopia - CentOS Enterprise Linux Rerenzhandbuch- �bersicht �ber den Dateisystem-Hierarchiestandard (FHS)

3.2. �bersicht �ber den Dateisystem-Hierarchiestandard (FHS)

Red Hat ben�tzt die Filesystem Hierarchy Standard (FHS)-Dateisystemstruktur, die die Namen, Orte und Genehmigungen f�r viele Dateiarten und Verzeichnisse definiert.

Das aktuelle FHS-Dokument ist die ma�gebende Referenz f�r alle FHS-konformen Dateisysteme, wobei der Standard jedoch viele Bereiche undefiniert oder erweiterbar l�sst. In diesem Abschnitt geben wir Ihnen einen �berblick �ber diesen Standard und eine Beschreibung jener Bereiche des Dateisystems, die vom Standard nicht erfasst werden.

Die Erf�llung dieses Standards bedeutet viel, aber die beiden wichtigsten Aspekte sind sicherlich die Kompatibilit�t mit anderen Systemen und die M�glichkeit, eine /usr/-Partition schreibgesch�tzt zu mounten, weil sie gemeinsam genutzte ausf�hrbare Dateien enth�lt und daher keine �nderungen durch den Benutzer vorgenommen werden sollten. Da /usr/ schreibgesch�tzt gemountet ist, besteht die M�glichkeit, sie �ber die CD-ROM oder �ber einen schreibgesch�tzten NFS-Mount von einem anderen Rechner aus zu mounten.

3.2.1. FHS-Organisation

Die hier beschriebenen Verzeichnisse und Dateien stellen nur eine kleine Teilmenge der im Dokument zum Dateisystemstandard angegebenen Verzeichnisse und Dateien dar. Vollst�ndige Informationen finden Sie im neuesten Dokument zum Dateisystemstandard FHS.

Der vollst�ndige Standard ist online verf�gbar unter: https://www.pathname.com/fhs/.

3.2.1.1. Das /boot/-Verzeichnis

Das /boot/-Verzeichnis enth�lt statische Dateien, die erforderlich sind, um das System hochzufahren, den Linux Kernel. Diese Dateien sind notwendig, damit das System fehlerfrei hochfahren kann.

WarnungWarnung
 

Entfernen Sie unter keinen Umst�nden das /boot/-Verzeichnis. Wenn Sie dieses Verzeichnis l�schen, kann Ihr System nicht mehr gestartet werden.

3.2.1.2. Das /dev/-Verzeichnis

Das /dev/-Verzeichnis enth�lt Dateisystemeintr�ge, welche an das System angeschlossene Ger�te repr�sentieren. Diese Dateien sind f�r das einwandfreie Funktionieren des Systems unerl�sslich.

3.2.1.3. Das /etc/-Verzeichnis

Das /etc/-Verzeichnis ist f�r lokale Konfigurationsdateien Ihres Rechners reserviert. Unter /etc/ d�rfen keine Bin�rdateien abgelegt werden. S�mtliche Bin�rdateien, die zu einem fr�heren Zeitpunkt in /etc/ abgelegt wurden, m�ssen nun nach /sbin/ oder /bin/ verschoben werden.

Die Verzeichnisse X11/ und skel/ sind Unterverzeichnisse von /etc/:

/etc
  |- X11/
  |- skel/

Im /etc/X11/-Verzeichnis werden X Window System-Konfigurationsdateien, wie z.B. xorg.conf, abgelegt. Im /etc/skel/-Verzeichnis werden "Skeleton"-Benutzerdateien abgelegt. Wenn ein neuer Benutzer hinzukommt, dienen diese dazu, ein Heimverzeichnis anzulegen.

3.2.1.4. Das /lib/-Verzeichnis

Das /lib/-Verzeichnis sollte nur jene Bibliotheken enthalten, die f�r das Ausf�hren der Bin�rdateien von /bin/ und /sbin/ gebraucht werden. Diese gemeinsam genutzten Bibliothek-Images sind insbesondere f�r das Hochfahren des Systems und das Ausf�hren von Befehlen innerhalb des root-Dateisystems von Bedeutung.

3.2.1.5. Das /media/-Verzeichnis

Das /media/-Verzeichnis beinhaltet Unterverzeichnisse, welche als Mount-Punkte f�r transportable Medien wie z.B. 3,5 Disketten, CD-ROMs und Zip-Diskette dienen.

3.2.1.6. Das /mnt/-Verzeichnis

Das /mnt/-Verzeichnis ist f�r vor�bergehend gemountete Dateisysteme, wie z.B. NFS-Dateisysteme-Mounts. F�r alle transportablen Medien benutzen Sie das Verzeichnis /media/.

AnmerkungHinweis
 

Dieses Verzeichnis darf nicht von Installationsprogrammen benutzt werden.

3.2.1.7. Das /opt/-Verzeichnis

Das /opt/-Verzeichnis stellt einen Bereich f�r die Speicherung von gro�en und statischen Software-Paketen zur Verf�gung.

F�r Pakete, deren Dateien nicht �ber das ganze Dateiystem verteilt abgelegt werden sollen, stellt das /opt/-Verzeichnis ein logisches und �berschaubares organisatorisches System mit dem Namen des Pakets zur Verf�gung. Der Systemadministrator kann so die Rolle jeder Datei innerhalb eines bestimmten Pakets bestimmen.

Wenn z.B. ein besimmtes Softwarepaket, das in /opt/ abgelegt ist, sample hei�t, dann k�nnen alle zugeh�rigen Dateien in Verzeichnisse innerhalb /opt/sample/ abgelegt werden, z.B. /opt/sample/bin/ f�r Bin�rdateien und /opt/sample/man/ f�r manuelle Seiten.

Gro�e Pakete, die zahlreiche Unterpakete umfassen, die jeweils verschiedene Aufgaben erf�llen, werden in /opt/ positioniert, so dass das gro�e Paket eine Organisationsstruktur erh�lt. Das sample-Paket kann auf diese Weise verschiedene Tools in eigenen Unterverzeichnissen besitzen - beispielsweise /opt/sample/tool1/ und /opt/sample/tool2/, die wiederum ihre eigenen Verzeichnisse wie bin/ oder man/ u.�. aufweisen.

3.2.1.8. Das /proc/-Verzeichnis

Das /proc/-Verzeichnis enth�lt spezielle Dateien, die entweder Informationen zum Kernel schicken oder sie vom Kernel erhalten.

Aufgrund der gro�en Anzahl verf�gbarer Daten in /proc/ und der vielen Verwendungsm�glichkeiten dieses Verzeichnisses im Zusammenhang mit dem Kernel, wurde diesem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kapitel 5.

3.2.1.9. Das /sbin/-Verzeichnis

Das /sbin/-Verzeichnis enth�lt die ausf�hrbaren Dateien, die vom root-Benutzer ben�tzt werden. Die ausf�hrbaren Dateien in /sbin/ dienen ausschlie�lich dem Hochfahren und f�hren Wiederherstellungsvorg�nge durch. In diesem Verzeichnis bedeutet FHS:

/sbin/ enth�lt Bin�rdateien, die f�r das Hochfahren, Wiederherstellen, Retten und/oder Reparieren des Systems notwendig sind, sowie Bin�rdateien in/bin/. Jede nach dem Mounten von /usr/ verwendete ausf�hrbare Datei (sofern keine Probleme auftreten) sollte in /usr/sbin/ abgelegt werden. Lokale Systemverwaltungs-Bin�rdateien sollten in /usr/local/sbin/.

abgelegt werden.

Zumindest die folgenden Programme sollten sich also in /sbin/ befinden:

arp, clock,halt,
init, fsck.*, grub,
ifconfig, mingetty, mkfs.*, 
mkswap, reboot, route, 
shutdown, swapoff, swapon

3.2.1.10. Das /srv/-Verzeichnis

Das Verzeichnis /srv/ beinhaltet site-spezifische Daten Ihres Systems unter Red Hat Enterprise Linux. Dieses Verzeichnis zeigt Benutzern wo Datenbest�nde f�r einen speziellen Dienst wie z.B. FTP, WWW oder CVS zu finden sind. Daten, die nur zu einem spezifischen Benutzer geh�ren, sollten im Verzeichnis /home/ gespeichert werden.

AnmerkungHinweis
 

Wir weisen Sie darauf hin, dass Datenbest�nde, die sich derzeit in /var/ befinden, in zuk�nftigen Versionen eventuell in die Datei /srv/ verschoben werden k�nnten.

3.2.1.11. Das /sys/-Verzeichnis

Das Verzeichnis /sys/ bentzt das neue virtuelle Dateisystem sysfs, welches spezifisch f�r den 2.6 Kernel ist. Mit der zunehmenden Unterst�tzung von Hot Plug Hardwareger�ten durch den 2.6 Kernel, beinhaltet das Verzeichnis /sys/ �hnliche Information wie das Verzeichnis /proc/, weist jedoch eine hierarchische Ansicht spezifischer Ger�teinformationen in Bezug aluf Hot Plug Ger�te auf.

Um zu sehen wie bestimmte USB-und FireWire-Ger�te tats�chlich gemountet werden, verweisen wir auf die /sbin/hotplug und /sbin/udev man-Seiten.

3.2.1.12. Das /usr/-Verzeichnis

Im /usr/-Verzeichnis werden Dateien abgelegt, die allen Maschinen zur Verf�gung gestellt werden. Das /usr/-Verzeichnis liegt oftmals in seiner eigenen Partition und ist schreibgesch�tzt gemountet. Zumindest folgende Verzeichnisse sollten Unterverzeichnisse von /usr/ sein:

/usr
  |- bin/
  |- etc/
  |- games/
  |- include/
  |- kerberos/
  |- lib/
  |- libexec/	    
  |- local/
  |- sbin/
  |- share/
  |- src/
  |- tmp -> ../var/tmp/
  |- X11R6/

Im /usr/ Verzeichnis enth�lt das bin/-Unterverzeichnis ausf�hrbare Dateien, etc/ enth�lt Konfigurationsdateien f�r das gesamte System, games/ ist f�r Spiele reserviert, include/ enth�lt C-Header-Dateien, kerberos/ enth�lt Bin�rdateien und andere Dateien im Zusammenhang mit Kerberos und lib/ enth�lt Objektdateien und Bibliotheken, die nicht konzipiert wurden, um direkt von Benutzern oder Shell-Skripts verwendet zu werden. Das libexec/- Verzeichnis enth�lt kleinere Hilfsprogramme, die von anderen Programmen aufgerufen werden, sbin/ enth�lt die Bin�rdateien f�r die Systemverwaltung (jene Bin�rdateien, die nicht zu /sbin/ geh�ren), share/ enth�lt Dateien, die nicht architekturspezifisch sind, src/ ist f�r den Quellcode reserviert und X11R6/ ist f�r das X-Window-System gedacht. (XFree86 auf Red Hat Enterprise Linux).

3.2.1.13. Das /usr/local/-Verzeichnis

Laut FHS:

"Die /usr/local/-Hierarchie kann vom Systemadministrator f�r die Installation lokaler Software benutzt werden. Bei der Aktualisierung der Systemsoftware muss ein �berschreiben ausgeschlossen werden. Das Verzeichnis kann f�r Programme und Daten benutzt werden, auf die innerhalb einer Gruppe von Rechnern zugegriffen werden kann, und die nicht in /usr/ abgelegt sind."

Das /usr/local/-Verzeichnis hat eine �hnliche Struktur wie das /usr/-Verzeichnis. Es enth�lt die folgenden Unterverzeichnisse, deren Verwendungszweck jeweils dem der Unterverzeichnisse im /usr/-Verzeichnis �hnlich ist:

/usr/local
       |- bin/
       |- etc/
       |- games/
       |- include/
       |- lib/
       |- libexec/
       |- sbin/
       |- share/
       |- src/

In Red Hat Enterprise Linux unterscheidet sich der Verwendungszweck f�r /usr/local/ leicht von den durch FHS definierten Verwendungszwecken. Laut FHS soll /usr/local/ bei jener Software abgelegt werden, die vor Aktualisierungen der System-Software gesch�tzt bleiben soll. Da Software- Aktualisierungen sicher mit RPM Package Manager (RPM) durchgef�hrt werden k�nnen, ist es nicht notwendig, Dateien zu sch�tzen, indem diese in /usr/local/ abgelegt werden. Stattdessen empfehlen wir Ihnen, f�r lokal auf Ihrem Rechner verwendete Software auf das Verzeichnis /usr/local/ zur�ckzugreifen.

Wenn, zum Beispiel, das Verzeichnis /usr/ als eine Read-Only (Nur-Lesen) NFS Share von einem Remote Host gemountet wird, ist es immernoch m�glich, ein Programm oder Paket unter /usr/local/ zu installieren.

3.2.1.14. Das /var/-Verzeichnis

Der Dateisystemstandard FHS erfordert, dass das Mounten von /usr/ im schreibgesch�tzten Modus m�glich ist. Daher sollten Programme, die Protokolldateien schreiben oder spool/ oder lock/-Verzeichnisse ben�tigen, am besten in das/var/ Verzeichnis schreiben. Laut FHS steht /var/ f�r:

"...variable Datendateien. Dazu geh�ren Spool-Verzeichnisse und Spooldateien, Systemverwaltungs- und Protokollierungsdaten sowie zwischengespeicherte Dateien."

Nachfolgend einige der Verzeichnisse, die im /var/ Verzeichnis gefunden werden k�nnen:

/var
  |- account/
  |- arpwatch/
  |- cache/
  |- crash/
  |- db/
  |- empty/
  |- ftp/
  |- gdm/
  |- kerberos/
  |- lib/
  |- local/
  |- lock/
  |- log/
  |- mail -> spool/mail/
  |- mailman/
  |- named/
  |- nis/
  |- opt/
  |- preserve/
  |- run/
  +- spool/
       |- at/
       |- clientmqueue/
       |- cron/
       |- cups/
       |- exim/	      
       |- lpd/
       |- mail/
       |- mailman/
       |- mqueue/
       |- news/
       |- postfix/ 
       |- repackage/
       |- rwho/
       |- samba/ 
       |- squid/
       |- squirrelmail/
       |- up2date/
       |- uucp 
       |- uucppublic/
       |- vbox/
  |- tmp/
  |- tux/
  |- www/
  |- yp/

Systemprotokolldateien wie z.B. messages und lastlog werden im /var/log/- Verzeichnis abgelegt. Das /var/lib/rpm/-Verzeichnis enth�lt auch die RPM- Systemdatenbanken. Sperrdateien werden in /var/lock/ abgelegt, wobei es sich hier normalerweise um spezifische Verzeichnisse f�r das Programm handelt, das diese Dateien benutzt. Das /var/spool/-Verzeichnis hat Unterverzeichnisse f�r Programme, in denen Datendateien gespeichert werden.

 
 
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