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Linuxtopia - Red Hat Enterprise Linux Rerenzhandbuch- Runlevels und X

7.5. Runlevels und X

In den meisten F�llen konfiguriert eine Standardinstallation von Red Hat Enterprise Linux einen Rechner zum Booten in die graphische Oberfl�che, als Runlevel 5 bekannt. Es ist allerdings m�glich, in eine text-basierte Oberfl�che, auch Runlevel 3 genannt, zu Booten und eine X-Session von dort zu beginnen.

F�r mehr Informationen zu Runlevels, sehen Sie Abschnitt 1.4.

Dieser Abschnitt behandelt das Starten von X in beide, Runlevel 3 und Runlevel 5.

7.5.1. Runlevel 3

Wenn Sie sich im Runlevel 3 befinden, ist es empfehlenswert X mit dem Befehl startx zu starten. startx ist ein Front-End zum Befehl xinit, das den X-Server (Xorg) startet und ihn mit X-Clients verbindet. Da Sie bereits im Runlevel 3 im System angemeldet sein m�ssen, startet startx weder den Display-Manager, noch authentifiziert er Benutzer. Sehen Sie Abschnitt 7.5.2 f�r weitere Informationen zu Display-Managern.

Wenn der Befehl startx ausgef�hrt wird, wird nach der Datei .xinitrc im Heimverzeichnis des Benutzers gesucht, um die Desktop-Umgebung und eventuell andere auszuf�hrenden X-Clients zu bestimmen. Ist die Datei .xinitrc nicht vorhanden, wird die Standard-Datei /etc/X11/xinit/xinitrc ausgef�hrt.

Das standardm��ige xinitrc-Skript sucht anschlie�end im Home-Verzeichnis des Benutzers nach benutzerdefinierten Dateien und standardm��igen Systemdateien, einschlie�lich .Xresources, .Xmodmap und .Xkbmap, und nach Xresources, Xmodmap und Xkbmap im Verzeichnis /etc/X11/. Die Dateien Xmodmap und Xkbmap werden, sofern sie vorhanden sind, vom Dienstprogramm xmodmap verwendet, um die Tastatur zu konfigurieren. Die Xresources-Dateien werden gelesen, um bestimmten Applikationen spezifische Pr�ferenzwerte zuzuweisen.

Nachdem diese Optionen eingestellt sind, f�hrt das Skript xinitrc alle Skripte im Verzeichnis /etc/X11/xinit/xinitrc.d aus. Ein wichtiges Skript dieses Verzeichnisses ist xinput, womit Einstellungen wie die zu verwendende Standardsprache und Desktop-Umgebung konfiguriert werden.

Anschlie�end versucht das Skript xinitrc, .Xclients im Home-Verzeichnis des Benutzers auszuf�hren, und kehrt zu /etc/X11/xinit/Xclients zur�ck, wenn diese Datei nicht gefunden wird. Der Zweck der Datei Xclients ist der Start der Desktop-Umgebung oder, wenn m�glich, nur eines einfachen Window Managers. Das Skript .Xclients des Home-Verzeichnisses startet die vom Benutzer angegebene Desktop-Umgebung oder den Window Manager in der Datei .Xclients-default. Wenn .Xclients nicht im Home-Verzeichnis vorhanden ist, versucht das Standardskript /etc/X11/init/Xclients, eine andere Desktop-Umgebung zu starten und verwendet hierzu zun�chst GNOME, dann KDE und anschlie�end twm.

Wenn der Benutzer sich aus X abmeldet, wird dieser sich wieder im Textmodus des Runlevel 3 befinden.

7.5.2. Runlevel 5

Wenn das System in den Runlevel 5 bootet, wird eine spezielle X-Client-Applikation, Display-Manager genannt, gestartet. Ein Benutzer muss sich gegen den Display-Manager authentifizieren, bevor Desktop-Umgebungen oder Window-Manager gestartet werden.

Je nach den auf Ihrem System installierten Desktop-Umgebungen stehen drei verschiedene Display Manager f�r die Benutzer-Authentifizierung zur Verf�gung.

  • GNOME — Der in Red Hat Enterprise Linux standardm��ig ausgew�hlte Display-Manager. GNOME erlaubt dem Benutzer Spracheinstellungen zu �ndern, den Computer herunterzufahren, neu zu starten oder sich im System anzumelden.

  • KDE — Der KDE Display Manager erlaubt dem Benutzer, den Computer herunterzufahren, neu zu starten oder sich im System anzumelden.

  • xdm — Ein sehr einfacher Display Manager, welcher es dem Benutzer lediglich erlaubt sich im System anzumelden.

Wenn das System in Runlevel 5 bootet, bestimmt das Skript prefdm den bevorzugten Display-Manager f�r die Benutzer-Authentifizierung. Hierzu wird die Datei /etc/sysconfig/desktop verwendet. Sehen Sie die Datei /usr/share/doc/initscripts-<version-number>/sysconfig.txt (wobei <version-number> die Versionsnummer des initscripts-Pakets ist) f�r eine Liste der f�r diese Datei verf�gbaren Optionen.

Jeder Display Manager verwendet die Datei /etc/X11/xdm/Xsetup_0, um den Anmeldebildschirm einzurichten. Sobald sich der Benutzer am System anmeldet, wird das Skript /etc/X11/xdm/GiveConsole ausgef�hrt, um dem Benutzer die Konsole als Eigentum zuzuweisen. Dann wird das Skript /etc/X11/xdm/Xsession ausgef�hrt, um viele der Aufgaben auszuf�hren, die in der Regel vom Skript xinitrc beim Start von X in Runlevel 3 ausgef�hrt werden. Dazu geh�ren u.a. das Festlegen der System- und Benutzerressourcen oder das Ausf�hren der Skripte im Verzeichnis /etc/X11/xinit/xinitrc.d/.

Der Benutzer kann mithilfe des GNOME oder KDE Display-Managers angeben, welche Desktop-Umgebung bei der Authentifizierung verwendet werden sollen. Die Display-Manager k�nnen im Men� Sitzung ausgew�hlt werden (W�hlen Sie dazu Hauptmen�-Schaltfl�che [auf dem Panel] => Pr�ferenzen => Mehr Pr�ferenzen => Sitzungen). Ist die Desktop-Umgebung nicht im Display-Manager angegeben, pr�ft das Skript /etc/X11/xdm/Xsession die Dateien .xsession und .Xclients im Heimverzeichnis des Benutzers, um zu entscheiden, welche Desktop-Umgebung geladen werden soll. Als letzte M�glichkeit wird die Datei /etc/X11/xinit/Xclients verwendet, um eine Desktop-Umgebung oder einen Window Manager zu w�hlen, der auf die gleiche Weise wie in Runlevel 3 benutzt wird.

Wenn der Benutzer eine X-Sitzung in der Standardanzeige beendet (:0) und sich abmeldet, wird das Skript /etc/X11/xdm/TakeConsole ausgef�hrt und weist dem root die Konsole neu zu. Der urspr�ngliche Display Manager, der nach der Anmeldung weiter ausgef�hrt wurde, �bernimmt die Steuerung und erzeugt einen neuen Display Manager. Auf diese Weise wird der X-Server neu gestartet, ein neuer Anmeldebildschirm angezeigt und der gesamte Prozess neu gestartet.

Wenn sich der Benutzer aus X (Runlevel 5) abmeldet, wird dieser sich wieder im Display Manager befinden.

F�r weitere Informationen dar�ber, wie Display Manger die Benutzerauthentifizierung steuern, sehen Sie die Datei /usr/share/doc/gdm-<version-number>/README (wobei <version-number> die Versionsnummer des installierten gdm-Pakets ist) und die xdm man-Seiten.

 
 
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